Die Sushi-Offenbarung

Nach einem sehr turbulenten Flug kamen wir im kalten Tokio an und fuhren zu unserem Airbnb-Apartement, wo wir nach einer schnellen Nudelsuppe dann auch bald ins Bett gingen und uns ausschliefen.

Nachdem wir uns ganz entspannt fertig gemacht hatten, gingen wir nach Ikebukuro, wo wir die Gegend etwas erkundeten und in den Läden stöberten. Abends trafen wir uns dann mit Christian, unserem alten Klassenkameraden vom Gymnasium, der momentan in Tokio lebt und arbeitet. Da er japanisch spricht und sich schon ganz gut auskennt, haben wir ihn als unseren Reiseführer verpflichtet 😉

Er ging mit uns in ein traditionelles japanisches Restaurant, wo wir ohne ihn aufgeschmissen gewesen wären, da die Karte nur auf japanisch war und man halb über einen Monitor und halb bei einer Bedienung bestellen musste. Jessy und ich teilten uns Don buri, eine Schüssel Reis mit verschiedenem rohen Fisch obendrauf, was sogar Jessy überzeugte, obwohl sie eigentlich kein Sushi mag. Danach ging unsere Einführung in die japanische Küche weiter mit Ramen, welche wir in einem anderen Restaurant an einem Automaten bestellten. Mit vollem Magen gingen wir dann noch in ein Katzencafe, um Jessys Katzenentzug entgegenzuwirken, allerdings schliefen die meisten Katzen dort leider schon.

Den japanischen Abend beendeten wir dann in einer Arcade, wo wir noch wunderschöne Bilder in einem der Kawaii-Fotoautomaten machten und uns an Tekken und einem Trommelspiel versuchten.

Am darauffolgenden Tag fuhren wir dann nach Shibuya und liefen über die berühmte große Kreuzung, bevor wir uns auf den Weg zur Harajuko Street machten, wo es Dinge zu kaufen gibt, von denen man bisher noch gar nicht wusste, wie dringend man sie braucht, wie zum Beispiel einen Dumplingmaker oder Star Wars Socken.

Nachdem wir es geschafft hatten uns von den ganzen Shops loszureißen trafen wir uns wieder mit Chris, der uns durch den Regen nach Akiba, dem Animeviertel führte, wo viele Läden dann leider schon geschlossen hatten. Nach der erfolglosen Suche nach einem bezahlbarem Sushiladen und einem überteuerten Getränk fuhren wir dann wieder nach Ikebukuro wo Jessy und ich unsere neue große Liebe, 100¥ Sushi, kennen lernten.

Da wir übers Wochenende nach Kyoto fahren wollten, standen Jessy und ich am nächsten morgen früh auf, luden unser Gepäck bei Chris im Büro ab und fuhren zum Busbahnhof, wo wir teure Bustickets für den Nachtbus am selben Tag kauften. Danach gings nochmal zur Harajuko Street, da wir am vorherigen Tag noch nicht alles erkundet hatten.
Nachmittags holten wir dann unsere Rucksäcke wieder ab und fuhren zu Christians Wohnung wo wir uns noch was kochten und einen Teil unseres Gepäcks abluden, bevor wir zum Bus mussten.

Am nächsten Morgen kamen wir im verschneiten Kyoto an, machten uns frisch, schlossen unser Gepäck ein und machten uns auf zur Sightseeingtour durch Kyoto, wo wir unter anderem den Bambuswald und den goldenen Pavillon besichtigten. Zum Mittagessen gabs Sushi und dann trafen wir uns mit Chris Freund Taifun, der gerade einen Sprachkurs in Japan macht.

Für Jessy und mich gings dann weiter nach Osaka, wo wir in unser Hostel eincheckten, bevor wir uns wieder mit Chris und Taifun in Namba trafen und zusammen zu einer international Party gingen.

Nach einer Nacht auf Tatami-Matten checkten wir wieder aus und fuhren zurück nach Kyoto, wo wir unser Gepäck beim nächsten Hostel abluden und dann Gion, das Geisha-Viertel erkundeten, wo uns viele nette Souvenirshops in den verwinkelten Gassen auf dem Weg zum Kiyomizu-dera Tempel erwarteten. Als es schon langsam dunkel wurde, machten wir uns auf den Weg zum Fushimi Inari Taisha Schrein, wo wir durch die Tausend Torbögen liefen.

Danach gingen wir dann noch Sukiyaki, eine Art japanischen Hotpot essen, wobei man zwei Stunden lang so viel Rindfleisch und Gemüse essen kann wie man will.

Am nächsten Morgen nahmen wir den Bus zurück nach Tokio, wo wir spät nachmittags ankamen, unser Gepäck bei Chris abholten, Sushi essen gingen und dann in unser neues Hostel eincheckten.

Den nächsten Tag verbrachten wir wieder in Shibuya mit shoppen, was wir abends beim packen dann gleich bereuten, da unsere Rucksäcke langsam aus allen Nähten platzen. Immerhin amüsierten sich unsere Mitbewohner beim Zusehen.

Da wir für die restliche Zeit in Tokio einen Couchsurfer gefunden hatten, der uns bei sich aufnimmt, checkten wir am nächsten Tag wieder aus, ließen unser Gepäck im Hostel und liefen ewas durch Ueno Park und Akiba. Abends machten wir uns dann auf den Weg zu Salim, der etwas außerhalb von Tokio wohnt und mit dem wir uns den restlichen Abend noch unterhielten. Da die Metro in Tokio wie alles sehr teuer ist, entschieden wir uns dazu, am nächsten Tag nur die Umgebung zu erkunden.

Den Abend verbrachten wir mit Salim und seinem Freund Fumio, der deutsche Philosophie studiert. Salim erzählte uns, dass er von einer deutschen Zigeunerin gelernt hat, Tarot Karten zu legen und Hände zu lesen und sagte uns unsere Zukunft voraus, was sehr unterhaltsam war.

Am nächsten Tag hieß es dann erstmal wieder ausschlafen und dann gaben wir Fumio noch Tipps für seine bevorstehende Deutschlandreise. Später trafen wir uns dann nochmal mit Chris in Akihabara, wo wir die verrückten Animeläden anschauten und, wer hätte es gedacht, Sushi essen gingen.

Am Tag darauf fuhren wir ins Zentrum von Tokio, wo wir etwas herumliefen und den Kaiserpalast anschauten, bevor es abends mal wieder Sushi gab.

Für den letzten vollen Tag unserer Reise haben wir uns noch einige Dinge vorgenommen, daher standen wir mal wieder etwas früher auf und machten uns auf den Weg zu Yoyogi Park, wo wir Chris trafen und zusammen den Meiji-Schrein anschauten. Danach gings durch Harajuku nach Shibuya zu Christians Lieblingssushiladen, wo wir nochmal eine letzte leckere Sushibowl aßen, bevor wir einen Verdauungsspaziergang zum anderen Teil von Yoyogi Park machten, wo sogar schon die ersten Sakurabäume blühten. Da wir die Stadt auch noch von oben sehen wollten, gings danach zum Tokio Metropolitan Government Building, wo man umsonst in den 45. Stock fahren und die Aussicht genießen kann. Zum Abschluss gingen wir dann noch Karaoke singen, wobei man hier einen eigenen kleinen Raum hat, wo man sich vollkommen ausleben kann, was wir natürlich taten. Jetzt sind wir wieder bei unserer Couchsurferunterkunft, haben gepackt soweit es geht und morgen früh geht der Flug zurück nach Deutschland und unser Abenteuer ist beendet.

Drei Monate in Asien haben wir hinter uns, 6 Länder haben wir bereist (7, wenn man Hongkong als eigenes zählt) und wir haben unglaublich viel erlebt und gesehen. Jedes Land hatte etwas tolles zu bieten, wir haben die Zeit sehr genossen und sind froh, dass bis auf ein paar kleinere Schwierigkeiten alles so gut gelaufen ist.

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Strandurlaub, noch mehr Tempel und die Khao San Road

Unser Flug nach Kambodscha verlief ohne Komplikationen, sodass wir in Sihanoukville sicher ankamen. Darauf ging es mit dem Shuttle Taxi in die Stadt, wo sich erst einmal herausstellte, dass einer unserer Mitfahrer wohl ein Drogenboss war.
Ganz unaufällig standen wir gefühlt 15 Minuten an einer Kreuzung und warteten vergeblich auf Jemanden. Sobald der Kurier endlich ankam, worf Mr.Warscheinlich-Drogenboss wütend ein Päckchen heraus und daraufhin fuhren wir erst weiter.
Die französische Familie und das französische Paar, die ebenfalls mit uns im Shuttle saßen waren ebenso verwirrt wie wir. Belustigt kamen wir dann etwas später endlich in unserem Backpacker Heaven an (der Name unserers Hostels).
Hier checkten wir in unser Zimmer ein und lernten soeben unseren Mitbewohner kennen.
Ein Vinegaroon (googled es, wenn ihr nicht wisst wie es aussieht) lebte in unserem Badezimmer und Ramona und ich waren alles andere als begeistert von diesem Fund.
Ich sagte dem Mann an der Rezeption Bescheid und bat ihn das Tier zu entfernen und fragte ihn sogleich um was es sich für ein Tier handelt und ob es gefährlich sei.
Woraufhin er nur mit einem Lächeln meinte, er wisse auch nicht was das für ein Tier ist und ob es gefährlich ist. Nach eingängiger Recherche fanden wir es aber selbst heraus und stellten erleichtert fest, dass diese Lebewesen nicht gefährlich sind aber ätzende Säure versprühen können. Etwas erschöpft von unserem aufregenden Abend aßen wir noch gemütlich im Hostel, tranken unseren Willkommensdrink und spielten eine Runde Scrabble.

Am nächsten Tag erkundeten wir den nahegeliegenden Strand und genossen es den ganzen Tag am Strand zu liegen.
Wir aßen lecker in dem dazugehörigen Restaurant und abends kauften wir noch etwas Essen für die am nächsten Morgen anstehende Bootsfahrt nach Koh Rong Samloem. Die Bootsfahrt nach Koh Rong Samloem bestand aus einer einstündigen wellenlastigen Fahrt, bei der besonders ich froh war, als wir endlich ankamen.
Die Insel sah bereits von Weitem wunderschön aus, sodass wir begeistert am Strand unser Bungalow suchten, um einzuchecken.  Den restlichen Tag liefen wir einmal komplett die Seite unserer Insel ab und gingen dann auch früh schlafen, da wir sehr müde waren.

Die nächsten Tage gestalten sich alle sehr ähnlich: wir frühstückten, sonnten uns (solange es das Wetter zuließ), badeten abends im stürmischen Meer, dann gab es Abendessen und danach schauten wir noch Fernsehen und schliefen.
Leider hatten wir die meisten Tage sehr stürmisches Wetter, sodass es viele Wellen gab und die Sonne sich nicht allzu oft blicken lies. Trotzdem genossen wir unsere Tage auf Koh Rong Samloem sehr.

Wir entschieden uns nach dem vierten Tag noch für zwei Tage nach Koh Rong zu fahren, um die Nachbarinsel ebenfalls zu erkunden. Die Fahrt nach Koh Rong wollten wir mit einem Speed Boat antreten, da dass Wetter aber wieder einmal zu stürmisch dafür war, blieb uns nur das Slow Boat als Wahl übrig. Statt 15 Minuten dauerte die Fahrt zur Nachbarinsel nun 2 Stunden und ich kann euch nur eins sagen, das ist keine Bootsfahrt für Seekranke. Wieder völlig erschöpft kamen wir in Koh Rong um 16Uhr an, checkten bei unserem Hostel ein und aßen Thailändisch zu Abend. Der Koch unseres Hostels empfahl uns Sigis thailändische Küche zu testen und wir waren alles andere als enttäuscht.
Sigi ist erstmal ein überaus freundlicher Mensch und kocht fantastisch. Glücklich und gesättigt gingen wir dann schlafen.

Am nächsten Tag entschieden wir uns den Dschungeltrekk quer über die Insel zu machen, da wir den Long Beach gerne besuchen wollten.
Dieser Pfad ist auf der Insel bekannt als Flip Flop Pfad und verbindet beide Seiten der Insel. Gut war, dass der Koch uns ebenfalls geraten hat nicht mit Flip Flops los zu gehen sondern mit Turnschuhen. Der Pfad ist nämlich sehr felsig und steil und am Ende muss man sich sogar mit Hilfe von Seilen herunter hangeln.
Türkisblaues Wasser und weißer Sandstrand empfingen uns aber am Ende und wir genossen es den restlichen Tag zu sonnen und zu baden. Abends schauten wir noch den Sonnenuntergang an und fuhren mit dem Taxiboot zurück zur Insel. Unterwegs machten wir noch einen Stop um leuchtendes Plankton zu besichtigen. Ramona schwamm sogar im Plankton! Sehr faszinierend aber unmöglich einzufangen mit der Kamera, daher gibt es davon nur Erinnerungen und keine Bilder. In Koh Rong ließen wir dann den Abend ein letztes Mal bei Sigi ausklingen.

Am nächsten Tag ging es zurück nach Sihanoukville wo wir in ein anderes Hostel nahe dem Serendipity Beach eincheckten. Die nächsten Tage verbrachten wir im Hostel und der Umgebung, da es mir gesundheitlich nicht so gut ging. Wir hatten aber auch einen Pool im Hostel, sodass es nur halb so schlimm war.

Nach unserem Aufenthalt in Sihanoukville flogen wir mit dem Flugzeug nach Siem Reap, da wir gelesen haben, dass die Straße zwischen beiden Städten eher gemieden werden sollte, wenn man an seinem Leben hängt. Der Flug nach Siem Reap hatte 2 Stunden Verspätung sodass wir erst um 22Uhr am Flughafen ankamen. Wir nahmen ein Taxi in die Stadt, da das in Siem Reap die einzige Möglichkeit ist vom Flughafen weg zu kommen und checkten in unser neues Hostel ein.

Erst einmal stand auf dem Plan für den nächsten Tag auszuschlafen und zu duschen, daher ging es bei uns auch erst um 11 Uhr los. Wir buchten einen Tuk Tuk Fahrer über unser Hostel und fuhren mit ihm nach Angkor Wat. Am ersten Tag entschieden wir den “Big Circle” zu machen, so etwas wie der äußere Kreis der Anlage. Angkor Wat ist eine rießige Tempelanlage und es wird pro Tag empfohlen nicht mehr als 4-6 Tempel anzusehen. Erstens weil man eine Tempelübereizung bekommt und es einfach körperlich zu anstrengend wird in der Hitze. Also schauten wir am ersten Tag die Tempel im großen Kreis an: Banteay Kdei, Pre Rup, East Mebon, Ta Som, Neak Pean und Preah Khan.
Unser Lieblingstempel von diesem Tag war definitiv Ta Som, da hier die berühmten Baumwurzeln über die Tür wachsen und das dem Tempel eine tolle Aura verleiht.
Allgemein haben uns die Tempel alle sehr gut gefallen. Sehr beeindruckend und wir haben uns absichtlich dafür entschieden die “kleineren” Tempel zuerst zu machen, da nach den großen Tempeln die Kleinen gleich richtig langweilig wirken. Der Tag war auf jeden Fall sehr spannend aber auch sehr sehr heiß. Siem Reap ist mitten in Kambodscha und keine Meeresbriese erleichtert hier das atmen. Am Abend ging es für uns nach dem Abendessen auch gleich ins Bett, da wir am nächsten Tag den Sonnenaufgang bei Angkor Wat gebucht haben.

Um 4Uhr aufgestanden und um 5Uhr abgeholt ging es im Dunkeln nach Angkor Wat. Da bereits die Menschenmassen Einzug nahmen, beeilten wir uns um in der ersten Reihe am Teich noch einen Platz zu ergattern. Nach über einer Stunde Warterei ging dann die Sonne “auf”. Leider war dies der eventuell unspektakulärste Sonnenaufgang den wir beide jemals gesehen haben, da der ganze Himmel bedeckt war und nur ein kleiner Sonnenstrahl durch die Wolken rang. Nach der Mini Enttäuschung aßen wir erst einmal ein überteuertes Brot mit Marmelade zum Frühstück und fuhren dann so schnell wie möglich zu Ta Prohm – der berühmte Lara Croft Tempel. Sogar vor offizieller Öffnung angekommen, stürmten wir mit 40 anderen Leuten ins Gelände und gelangen als zweite sogar zum Tempel.
Ta Prohm ist wirklich klasse. Ein sehr abenteuerlicher Tempel mit tollen Bäumen, die den halben Tempel bereits eingenommen haben. Hier erkennt man deutlich, dass die Natur sich alles wieder zurück holt.

Nach Ta Prohm ging es zu Bayon, der Hauptzeremonien-Tempel der Anlage. Bayon besteht aus 54 Türmen in denen 2000 Gesichter integriert worden sind. Ein wirklich faszinierender Anblick aber leider kamen wir zur absoluten Hochzeit zum Tempel, sodass wir ihn nicht wirklich genießen konnten. Schnell machten wir uns aus dem Staub und gingen weiter zu Angkor Wat.
Angkor Wat ist ein unglaublicher Tempel. Nicht nur wegen des schieren Ausmaßes sondern ebenfalls durch die Details und der Anlage. Wir erkundeten Angkor Wat noch ausgiebig bevor es nach 9 Stunden Tempelbesichtigung für uns dann zurück zum Hostel ging. Nach so einer anstrengenden Tour genossen wir noch ein paar Züge im Pool und ein leckeres Abendessen.

Am nächsten Tag nahmen wir uns nichts vor, da wir nach unserer Meinung genügend Tempel gesehen haben und etwas ermüdet von dem ganzen Sightseeing der letzten Tage waren. Daher erkundeten wir nur den nahe gelegenen Früchte- und Supermarkt und bereiten uns auf unsere Busfahrt nach Bangkok vor, die am nächsten Tag in der Früh anstand.

Um kurz vor 8 wurden wir dann am nächsten Tag abgeholt und dann ging es pünktlich los auf unsere 8-stündige Busfahrt. Um 11:30Uhr kamen wir erst einmal an der Grenze an und mussten den Auswander- und Einwanderungsprozess hinter uns bringen. Dies ging aber ohne Probleme und zügig über die Bühne, sodass es um 13Uhr weiter mit dem Bus Richtung Bangkong ging. Wir kamen dann um ca. 16 Uhr in Bangkok an, schnappten uns ein Taxi und fuhren zum Hostel. Nach dem Check-In erkundeten wir noch unsere Nachbarschaft, aßen etwas und dann ging es schon ab ins Bett.

Am nächsten Tag schauten wir uns Wat Pho an, da wir den berühmten liegenden Buddha sehen wollten. Der liegende Buddha ist wirklich sehr beeindruckend aber wir entschieden uns dagegen noch die nebenan gelegene Royal Palace Anlage anzusehen, da wir wenn wir ehrlich sind, keine Lust mehr auf Tempel hatten. Daher fuhren wir lieber mit dem Wassertaxi entlang des Flusses und vertrieben unsere Zeit in einem Plaza. Da unser eigentliches Ziel noch nicht geöffnet hatte und wir einfach noch die Zeit bis dahin rumbringen mussten. Danach ging es zu Asiatique ein Nachtmarkt am Pier der erst ab 16Uhr öffnet. Leider waren wir im Nachhinein enttäuscht von dem Markt aber wir hatten trotzdem einen schönen Tag.

Abends ging es dann erst einmal zurück zum Hostel auffrischen und danach wieder auf die Khao San Road. Diese Straße ist eine Bar- und Nachtmarktstraße, die vor allem unter Backpackern sehr beliebt ist. Wir feierten in einer Bar, die mit Abstand den coolsten Namen hatte: “Golf Bar Cocktails Very Strong We Do Not Check ID Card & Restaurant”. Die Kellner liefen wirklich mit Menükarten rum, auf denen überdeutlich “Sehr starke Cocktails” & “Wir checken euren Ausweis nicht” stand. Das nenn ich einmal eine sehr gute Marketingstrategie. Wir hatten auf alle Fälle sehr viel Spaß und in der Früh ging es dann zurück ins Hostel.

Am letzten Tag in Bangkok wollten wir uns noch die 8 größte Mall der Welt anschauen. Hier verbrachten wir dann auch den ganzen Tag, da hier ein rießen Shoppingcenter nach dem nächsten kommt und wir gar nicht gemerkt haben, wie schnell die Zeit rum ging. Abends ging es ein weiteres Mal auf die Khao San Road und da wir so viel Spaß am Abend zuvor hatten, besuchten wir noch einmal unsere Bar vom Vorabend.

Am nächsten Tag hieß es dann früh aufstehen und ab mit dem Flieger nach Japan.

Im Land der Bomben und Slowboats

Wir entschieden uns für drei Tage mit dem Slowboat nach Laos zu reisen, da wir keine Lust auf eine Busfahrt hatten und die Schifffahrt eine schöne Alternative darstellte.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag ging es dann um 10Uhr mit dem Auto los nach Chiang Rai. So ganz genau haben wir den 3-Tagesplan dann doch nicht studiert, sodass wir etwas irritiert waren als wir nach etwa 3 1/2 Stunden erst am Weißen Tempel von Chiang Rai ankamen. Das es heute gar nicht auf das Boot gehen sollte, verwirrte uns noch mehr aber es stellte sich heraus, dass das wohl alles genauso auf dem Plan stand. Also wurde einfach der Trip so akzeptiert und auf den weißen Tempel konzentriert, der einer der bisher imposantesten Tempel unserer Reise ist.

Der weiße Tempel, oder Wat Rong Khun genannt, gilt als besonders ungewöhnlich und beeindruckend, da er komplett in weißer Farbe gehüllt wurde und weiße Farbe normalerweise in Thailand als Trauerfarbe eingesetzt wird. Aber der Architekt Chalermchai Kositpipat, der seit 1996 diesen Tempel umsonst baut, widmet diesen buddhistisch-hinduistischen Tempel, der Weisheit Buddhas, die “hell über dem Universum scheint”. Die Mosaiksteine, die den ganzen Tempel bedecken, tragen hierzu besonders bei. Fasziniert von diesem ungewöhnlichen Bauwerk schossen wir fleißig
Erinnerungsfotos und 40 Minuten später ging es planmäßig bei unserer Reise weiter. Das nächste Ziel war die kleine thailändische Grenzstadt Chiang Khong, die noch einmal zwei Stunden entfernt lag. Um 16:30Uhr endlich angekommen bezogen wir unsere Zimmer und gingen um 18Uhr noch in die Yolo Bar, um unser bereits bezahltes Essen zu erhalten. Danach machten wir uns auf die Suche nach einem Briefkasten und einem funktionierenden ATM. Nachdem die Reise teilweise erfolgreich abgeschlossen war, ging es zurück ins Gästehaus, wo wir dann auch schnell schliefen.

Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück dann weiter an den Grenzübergang in der Stadt. Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir diesen bereits und wurden aufgefordert durch den Immigrationsschalter zu laufen und auf der anderen Seite ein Bus Ticket für den Transfer über die Friedensbrücke, die Thailand mit Laos verbindet, zu erwerben.
Am laotischen Grenzübergang mussten wir dann ein paar Formulare ausfüllen, um unser Visa-on-Arrival zu beantragen. Dies ging mäßig schnell, da die Beamten wohl gerade Pause hatten und erstmal 10 Minuten weiter vor uns rumsaßen bevor sie einen Finger krümmen wollten. Danach ging es dann umso schneller durch die Immigration und nach einer sehr eng gequetschten 20-minütigen Tuk-Tuk Fahrt, waren wir an der Slow Boat Anlegestelle endlich angekommen.

Bevor die 7 stündige Schifffahrt losgehen sollte, deckten wir uns noch mit einem Fruchtshake und drei Sandwichs ein. Angemerkt werden muss, dass die Sandwiches belegte Baguettes waren und dies für uns ein Tageshighlight darstellte, da wir seit über einem Monat kein normales Brot mehr gegessen haben. Glücklich und gespannt auf die Reise ging es dann los. Für die nächsten sieben Stunden hieß es: Landschaft bestaunen, Bücher lesen, Hörbücher anhören, Nickerchen machen und Snacks Essen. Pünktlich zum Sonnenuntergang kamen wir an unserem Tagesziel Pakbeng an, wo wir die zweite Nacht verbringen würden.

Pakbeng ist ein winziges Dorf mit einer Hauptstraße, die nur vom Slow Boat Tourismus lebt. Daher dauerte es uns 1 Minute mit dem Auto zu unserem Gästehaus zu kommen, wo uns dann erst einmal ein Zweibettzimmer angeboten wurde mit Zusatzmatratze. Dies lehnten wir aber ab, da wir für drei Betten bezahlt haben und die Besitzerin des Gästehauses gab uns dann wider Willen ein zweites Einzelzimmer dazu. Nach diesem Ärgernis ging es dann erstmal gegenüber bei einem süßen kleinen Lokal etwas essen und dann nach ein paar Folgen Fernsehen ins Bett.

Am nächsten Tag ging es dann um 10Uhr weiter nach Luang Prabang. Nach 10 Minuten hatte das Boot dann aber bereits einen Motorschaden, sodass wir an einer Strandbucht halten mussten während die Bootsmitarbeiter den Motor in Ordnung brachten. Ramona und ich nutzen die Chance um den Strand für ein paar Minuten zu genießen, während Sarah wegen ihrer Erkältung weiter auf dem Boot wartete.
Nach etwa 10 Minuten ging es problemlos weiter und wir kamen um 17Uhr zufrieden und etwas geschafft in Luang Prabang an. Dann hieß es noch einmal Tuk-Tuk fahren um zu unserem Hostel zu kommen. Dort angekommen packten wir unser Zeug erstmal wieder aus und richteten uns in unserem 12 Bett Zimmer ein.

Da wir alle noch nicht müde waren und vor allem Hunger hatten ging es dann noch zwei Straßen weiter zum Nachtmarkt von Luang Prabang. Hier gibt es Bäcker, Crepe & Fruchtsaft Stände soweit das Auge reicht. Ebenfalls können hier tolle Souvenirs und anderen Krims Krams gekauft werden. Gestärkt ging es dann zurück und ab in die Heia.

Am nächsten Tag wollten wir dann erstmal so richtig ausschlafen. Wir standen um 10Uhr auf um noch Frühstück zu bekommen, das wir diesmal inklusive hatten und machten uns danach sehr gemütlich fertig. Daraufhin verließen wir das Hostel um in eine sehr bekannte Bar namens Utopia zu gehen, die hier besonders für ihr Zen Umfeld bekannt ist.Und oh ja, das Internet hat hier eindeutig nicht gelogen. Utopia ist eine wirklich sehr ruhige und schöne Bar, bei der man einen wundervollen Ausblick auf den Fluss bekommt. Ihr Motto “Zen by day, groovy by night” machen sie aller Ehre. Uns gefiel Utopia so gut, dass wir uns dafür entschieden dort den restlichen Tag mit lesen zu verbringen. Abends ging es dann noch einmal auf den Nachtmarkt, dass sich als Routinebesuch für die nächsten Tage herausstellen sollte und danach zurück ins Hostel. Am nächsten Tag nahmen wir uns vor den berühmten Kuang Si Wasserfall anzusehen. Wir buchten eine Minivanfahrt über das Hostel und kamen nach einer Stunde Fahrt bei den Wasserfällen an.

Die Kuang Si Wasserfälle sind wirklich wunderschön. Strahlend blaues Wasser sammelt sich am Kopf des 60 Meter Berg in einem See, der dann in einer Kaskade dem Berg herunterfällt und die Kuang Si Wasserfälle bildet. Am Fuß des Wasserfalls gibt es weitere kleine Wasserfälle, die allesamt in einem azurblauen Wasser erstrahlen. Wir machten uns also auf den Weg zum Gipfel des Wasserfalls um die Chance zu nutzen in den See zu springen und etwas zu schwimmen.

Der Anstieg war sehr anspruchsvoll und beschwerlich sodass Sarah entschied umzukehren, da ihr Knie sehr weh tat. Ramona und ich machten uns dann weiter zum See und dort angekommen sprangen wir auch direkt in das erfrischende Wasser. Sarah stieß dann etwas später doch noch zu uns, ließ das Baden aber ausfallen, da sie sich nicht so wohl fühlte. Daraufhin begannen wir unseren Abstieg um pünktlich um 15Uhr am Treffpunkt zu sein, um die Rückfahrt anzutreten.

Abends ging es dann wieder wie jeden Abend zum Nachtmarkt etwas essen und zurück zum Hostel zum schlafen. Am nächsten Tag checkten wir bei unserer jetzigen Unterkunft aus und zogen in unser 10 Minuten entfernte zweite Unterkunft nahe der Bar Utopia. Hier durften wir uns erstmal über ein Dreibettzimmer mit eigenem Bad freuen.

Danach starteten wir unsere Tour durch Luang Prabang. Erstes Ziel war das erklimmen des bekannten Mount Phousi der sozusagen direkt vor unserer Haustüre lag und der eher einem Hügel als einem Berg gleicht. Gemächlich bestiegen wir die Treppen bis zum Gipfel um die einzigartige Aussicht auf Luang Prabang und dem Mekong River zu genießen. Danach ging es weiter zum Royal Palace Museum, das direkt am Fuß auf der anderen Seite des Mount Phousi liegt. Nachdem wir auch hier den dazugehörigen Tempel bestaunten ging es für uns weiter zu Big Brother Mouse, einer Einrichtung die es sich zum Ziel gesetzt hat, den Einwohnern von Luang Prabang beim Englisch lernen zu helfen, indem Freiwillige mit den Schülern reden und ihnen vorlesen. Leider gab es an diesem Tag eine so genannte “Bücherparty” und nur Sponsoren waren erlaubt. Deshalb machten wir uns einfach schnell auf dem Weg zum Tamarind Restaurant. Das fast einzige wirklich traditionell
kochende laotische Restaurant. Hier bestellten wir zwei verschiedene Probierplatten und drei Hauptspeisen zum Teilen: Fisch im Bananenblatt, Zitronengras gefüllt mit Huhn und ein laotischer Eintopf.

Bei Sarah stellte sich schnell heraus, dass sie kein Freund der laotischen Küche wird. Ramona und ich aßen also für drei Personen und waren daher auch papp satt. Deshalb ging es danach gleich weiter zum bekannten Wat Xieng Thong, der besonders für laotische Tempelkunst steht und der einen aus Mosaik hergestellten Lebensbaum zeigt. Als letzten Stopp der Tour setzen wir uns den Aussichtspunkt, der für das Beobachten des Sonnenuntergangs bekannt ist. Hierfür überquerten wir den Nahm Khan River mit der Hilfe einer Bambusbrücke, um auf die andere Seite der Insel zu gelangen.

Beim Aussichtspunkt angekommen genossen wir den tollen Sonnenuntergang und machten uns auf den Heimweg über den Nachtmarkt zurück zum Hostel. Am nächsten Tag standen wir bereits um 6Uhr morgens auf um ein besonderes Ritual der Mönche zu beobachten. Diese sammeln nämlich jeden Morgen von den Einwohnern der Stadt Reis ein. Somit glauben die Einwohner, dass sie ihre Ahnen durch die Mönche füttern. Respektvoll beobachten wir diese Prozession von weiten und gingen dann wieder zurück in unser Hostel um noch ein paar Stunden zu schlafen. Da heute ja Silvester stattfindet, ließen wir den Tag ruhig angehen und genossen es ein wenig Fern zusehen. Mittags ging es dann das erste Mal zu Utopia um zu Mittagessen. Witziger Weise sahen wir hier ein Schauspieler aus GZSZ, Jascha Rust. Nach einem kleinen Fangirl Anfall ging es zurück ins Hostel um uns fertig zu machen für die Silvesterfeier im Utopia.

Ab 19Uhr ging es dann los und wir genossen das Essen und die Musik sehr, sodass wir um 24Uhr mit allen Gästen das neue Jahr begrüßten. Um 2:30Uhr war die Party dann aber bereits vorbei, da in ganz Luang Prabang eine Ausgangssperre verhängt ist, wegen dem Ritual der Mönche und eigentlich ab 23:30Uhr nichts mehr geöffnet sein darf. Die Ausgangsperre also maximal ausgeschöpft ging es um 2:30Uhr zurück ins 100m entfernte Zimmer indem wir dann auch schnell schliefen.

Am nächsten Tag verließen wir unser Gästehaus um in einem Bus nach Nong Khiaw zu reisen, von wo wir weiter mit einem Boot nach Muang Ngoy fuhren. Ein kleines Dörfchen entlang dem Nam Ou Fluss, dass ohne Internetzugang und nur 3-Stunden Strom am Tag noch sehr traditionell sein soll. Ramonas Cousine war vor ein paar Jahren ebenfalls hier und schwärmte von der Ursprünglichkeit und der Schönheit des kleinen Örtchens, sodass wir dies selber erkunden wollten.
Mittags angekommen bemerkten wir aber schnell, dass die Jahre sehr viel Tourismus mit sich brachten und es gar nicht mehr so ursprünglich wie erwartet war. Es gibt Strom, Wifi und das Dorf, das aus einer einzigen Straße besteht, quillt nur so über von Shops und Gästehäusern. Trotzdem angetan von diesem kleinen Fleck Erde, checkten wir in einem wunderschönen Bungalow ein und liefen noch ein wenig in dem sehr beschaulichen Dorf herum und sahen uns den winzigen Tempel an.
Wir informierten uns noch bei dem netten Besitzer des Tourismus Center, der erstaunlicherweise sehr gutes Deutsch sprach und planten unsere nächsten zwei Tage. Nach einer leckeren Nudelsuppe für Ramona und mich und Sarahs Pizza ging es ins Bett, damit wir für den darauffolgenden Tag fit sind.

Am nächsten Morgen ging es dann nach dem Frühstück auf zur Tham Kang Cave, eine Höhle auf dem Weg zum nächsten Dorf Huey Sen. Sarah entschied sich im Bungalow zu bleiben, da sie sich die Strecke mit ihrem Knie nicht zu traute und noch etwas angeschlagen von ihrer Erkältung war. Die Höhle war wirklich cool, da sie völlig unberührt ist und wir mit unserer Stirnlampe und Handy alles alleine beleuchten mussten. Besonders interessant ist die Höhle, wenn die Vorgeschichte von Laos bekannt ist. Was viele nämlich nicht wissen ist, das Laos das am meisten bombadierte Land ist und in genau solchen Höhlen sich die Einwohner versteckt haben. Wir arbeiten uns also etwas vor, stellten dann aber schnell fest, dass wir nicht die richtige Ausrüstung für so eine Höhlenerkundung haben und gingen voller Matsch (da ich hingefallen bin), weiter nach Huey Sen.

Huey Sen ist ein kleines Minidorf, bei dem wir uns beim Besuchen etwas komisch vorkamen. Es wirkt eben doch ein wenig wie ein Zoo Besuch, wenn man in ein Dorf geht um das “traditionelle Leben zu beobachten.” Daher kehrten wir bald zurück von unserer Tagestour und waren gegen Spätnachmittag wieder im Bungalow.

Am nächsten Tag entschieden wir uns trotz leichtem Regen die Dschungelwanderung durchzuführen. Wir gingen mit dem Boot und zwei Kajaks im Gepäck los zur Anlegestelle und trotteten zwei Stunden lang durch den Dschungel. Da hier ein vorgegebener Pfad bereits eingerichtet wurde, brauchten wir auch vorerst mal keinen Guide. Am Ende kam uns aber unser Bootsfahrer entgegen und half uns den sehr beschwerlichen Weg zum Boot zurück. Während den zwei Stunden wechselte der leichte Regen nämlich in einen ausgewachsenen Regenschauer und weichte die ganze Erde auf, sodass wir uns die ganze Zeit durch den Matsch kämpfen und Blutegel abwehren mussten.

Am Boot angekommen, fiel Sarah dann noch ins Wasser, sodass ihre Hinterseite nass war. Daher entschied sie sich gegen die Kajak Tour und fuhr mit dem Boot zurück.
Ramona und ich kämpften uns wacker durch den Regenschauer, auf unserer ersten Kajaktour. Da wir beide noch nie Kajak gefahren sind und nicht wussten wie das überhaupt funktioniert, ging es erst sehr schleppend voran. Wir saßen aber nur 1-mal auf und drehten uns nur 2-mal komplett im Kreis und kamen nach einer Stunde in Muang Ngoy wieder an. Pitschnass ging es unter die Dusche und den restlichen Abend versuchten wir fleißig unsere Kleidung trocken zu föhnen, da wir ja am nächsten Morgen wieder zurück nach Luang Prabang fahren und keine feuchte Kleidung im Rucksack verstauen wollten.

Nach dem Frühstück ging es am nächsten Tag auch bereits um 9Uhr zurück mit dem Boot nach Luang Prabang. Am Busbahnhof angekommen, mussten wir nur eine Stunde warten bis der Bus dann auch endlich mal losfuhr aber danach ging es recht schnell wieder zurück. Nach der 4 stündigen Fahrt kamen wir in unserem Gästehaus bei Utopia wieder an und genossen den letzten Abend in Luang Prabang. Da es auch Sarahs letzter Tag mit uns war, gingen wir noch einmal auf dem Nachtmarkt und schliefen dann zufrieden ein.

Ramona und ich hatten leider keine besonders schöne Nacht, da wir beide Kokosnuss-Pancakes aßen und diese wohl nicht mehr gut waren. Völlig fertig standen wir aber in der früh auf, um Sarah zum Tuk Tuk zu begleiten, dass sie zum Flughafen brachte. Nach der Verabschiedung ging es für uns noch einmal zurück ins Bett. Ein paar Stunden später checkten wir dann auch aus und gingen ein letztes Mal zu Utopia um dort die letzten Stunden in Laos zu verbringen.

Mittags fuhren wir dann auch zum Flughafen und freuten uns bereits auf unser nächstes Ziel Hanoi in Vietnam.

Das etwas andere China

Nachdem wir offiziell aus Festlandchina ausgereist und in Hongkong eingereist sind, ging es mit der Bahn zu unserem Hotel. Der Preisunterschied zum Rest von China hatte sich schon deutlich bei der Zimmersuche gezeigt, daher kostete unser Zimmer hier schon 10€ mehr pro Nacht pro Person als unser bisher teuerstes Hostel in Peking.

Das Hotel zu finden war dabei schon die erste Herausforderung. Schließlich fanden wir es dann in einem etwas heruntergekommenen Hochhaus. Im richtigen Stock, beim richtigen Appartement angekommen, standen wir dann allerdings vor einer verschlossenen Tür, da wir den Zugangscode nicht kannten. Neben der Tür hing aber ein Telefon und ein Zettel mit einer Nummer. Nach einigen erfolglosen Versuchen ging schließlich auch jemand ans Telefon und teilte uns schon mal den Zugangscode mit, so dass wir immerhin rein kamen. Nach einer Weile kam dann auch ein Mitarbeiter und brachte uns zu unserem Zimmer, welches sich in einem anderen Stock befand. Schon als wir das Appartement betraten stieg uns ein leichter Rauchgeruch in die Nase, der in unserem Zimmer noch viel schlimmer war. Da es in dem kleinen Zimmer kein Fenster gab, flüchteten wir bald wieder um die Umgebung zu erkunden. Im nächsten Supermarkt besorgten wir uns als erstes einen Lufterfrischer, der versprach, schlechte Gerüche zu neutralisieren.

In der Nähe unseres Hostels fanden wir eine Straße, in der lauter Tiere verkauft wurden und obwohl die Hamster, Babykatzen und Hunde süß anzusehen waren, taten sie uns doch sehr leid in ihren kleinen Glasboxen.

Wir gingen in ein Restaurant, welches sehr beliebt zu sein schien, waren dann aber gleich etwas überfordert von der Speisekarte. Scheinbar ist es in Hongkong üblich, dass den ganzen Tag Frühstück serviert wird und da die meisten anderen Leute so etwas aßen entschieden wir uns auch für das Frühstücksmenü. Dabei konnte man zwischen verschiedenen Nudelsuppen mit Fleisch wählen, außerdem zwischen Eiern in verschiedenen Zubereitungsarten und dazu gab es Toastbrot mit Butter. Also stellten wir uns unsere Mahlzeit zusammen und warteten gespannt. Als unser Essen dann kam, war die Enttäuschung allerdings groß, mein BBQ Pork schmeckte nach dem ekelhaften Wurstgewürz und die Nudelsuppe sonst nach fast nichts und Jessys Leber war auch nicht das Wahre. Das beste am Essen war das Toastbrot, da kann man eigentlich auch wenig falsch machen.

Da wir sehr unbefriedigt vom Essen waren und keine Lust hatten in unser verrauchtes Zimmer zurückzukehren gönnten wir uns noch ein Eis bei McDonalds und nutzten das kostenlose W-Lan um unsere nächsten Tage zu planen.

Am nächsten Tag verließen wir unser in Kowloon gelegenes Zimmer, das dank dem Lufterfrischer nun etwas weniger nach Rauch und etwas mehr nach Pfirsich stank und machten uns zu Fuß auf den Weg nach Hongkong Island, vorbei an vielen Läden wo wir noch die ein oder andere Besorgung machten.

Dabei fiel uns deutlich der britische Einfluss auf; während wir in China ständig vergaßen, dass Weihnachten vor der Tür steht, wurden wir in Hongkong durch aufwendige Weihnachtsdekorationen ständig daran erinnert. Außerdem hatten wir uns schon so sehr daran gewöhnt, uns hauptsächlich durch Gestiken und einzelne Worte zu verständigen, dass wir ganz überrascht waren, als Straßenhändler auf einmal in relativ flüssigem Englisch antworteten oder als uns bewusst wurde, das wir jetzt sogar jemanden problemlos nach dem Weg fragen konnten!

Bei Victoria Harbour angekommen, genossen wir den ersten Blick auf die Skyline von Hongkong und fuhren dann mit der Fähre zur Insel. Dort liefen wir dann zwischen den Wolkenkratzern umher, durch Straßen in denen traditionelle Heilmittel angeboten wurden und entschieden uns eine kantonesische Fastfood-Kette auszuprobieren, da uns die Preise der normalen Restaurants ziemlich abschreckten.

Nachdem wir bei der Bootsfahrt zurück noch die Skyline bei Nacht bewunderten, machten wir uns wieder auf den Heimweg mit einem Abstecher auf dem Nachtmarkt.

Am nächsten Tag nahmen wir uns vor den Tian Tan Buddha anzuschauen, die größte sitzende bronzene Buddhastatue. Dafür fuhren wir erst mit der Metro nach Lantau Island und von dort mit dem Bus zum Buddha. Nachdem wir schon den Giant Buddha von Leshan gesehen hatten, war diese Statue nicht mehr ganz so beeindruckend für uns, aber trotzdem nett anzusehen. Außer dem Buddha gab es dort auch noch ein kleines touristisches Dorf und ein Kloster, in welchem wir noch leckere gebratene Nudeln aßen, bevor wir wieder den Bus zurücknahmen. Abends stand dann nochmal ein bisschen Shopping auf dem Programm, da wir für die bevorstehenden sommerlichen Temperaturen noch nicht optimal ausgestattet sind.
Am nächsten Tag bekam unsere Reisegruppe dann Zuwachs durch Sarah, die in ihrem dreiwöchigem Urlaub zu uns stößt und mitreist. Da wir verpeilt hatten, das Zimmer rechtzeitig zu stornieren verbrachten wir den Morgen damit, unser Zeug möglichst platzsparend zu verstauen um Platz für eine dritte Person im winzigen Zimmer zu machen. Dann machten wir uns auf den Weg zur Metrostation um Sarah zu empfangen. Nach ihrer Ankunft ging’s erstmal zurück ins Zimmer zum Gepäck abladen, Mitbringsel überreichen (unter anderem Jessys altes Handy, damit sie wieder erreichbar ist und Weihnachtsplätzchen) und quatschen.

Schließlich machten wir uns dann auf den Weg nach Hongkong Island, wo wir die Peak Tram, eine 1888 eröffnete Standseilbahn zum Victoria Peak nehmen wollten. Bei der Station angekommen erwartete uns dann leider eine riesige Schlange, also hieß es erst mal warten. Schließlich schafften wir es dann endlich in die Bahn und mit viel Geholper ging es dann die steile Strecke den Berg hinauf, wobei die Hochhäuser an denen man vorbei fährt ganz schief wirken. Als wir oben ankamen, war es dann schon dunkel, so dass wir eine tolle Aussicht auf die beleuchtete Skyline von Hongkong und Kowloon hatten. Nachdem wir diese Aussicht eine Weile genossen hatten, stellten wir uns wieder in die ebenso lange Schlange um die Tram nach unten zu nehmen, wo wir Bekanntschaft mit einer netten Chinesin machten, die etwas deutsch spricht. Unten angekommen gings zurück nach Kowloon, wo wir etwas essen gingen und dann ins Hostel zurückkehrten um noch ein paar Stunden zu schlafen vor dem Flug nach Thailand am nächsten Morgen.

Mit der ersten Bahn und dem Airport Express ging’s dann zum Flughafen, wo wir unsere restlichen Hong Kong Dollars für überteuertes Frühstück raushauten, bevor wir dann den ca. dreistündigen Flug nach Chiang Mai antraten.

Bye iPhone, Hi tolle Landschaften!

Etwas geschafft vom Sightseeing der letzten Tage und wegen unserem tollen Deluxe Zweibettzimmer, entschieden wir uns die ersten zwei Tage in Guilin sehr entspannt angehen zu lassen.

Wir schliefen gemütlich aus, schauten ausgiebig Fernsehen und schlenderten durch die Stadt. Da wir beide großen Gefallen an den Allzweck Läden gefunden haben, die in China überaus beliebt sind, machten wir auch ein paar mal einen Abstecher zu Miniso. Unserem neuen Lieblingsladen (vor allem von mir, Ramona kann sich etwas mehr zurückhalten).

Miniso erfüllt einem jeden Wunsch; ob man auf der Suche nach einer Powerbank ist, nach neuem Make Up sucht oder doch nur eine neue Tasse braucht: Miniso bietet alles. Völlig zufrieden, aßen wir am zweiten Tag abends noch in einem Lokal das vor allem bei Einheimischen sehr beliebt aussah. Hier konnte man sich vorne beim Eingang unter verschiedenen Fleisch- und Gemüsegerichten etwas ausuchen. Nachdem ein sehr netter, älterer, englischsprechender, chinesischer Herr uns erklärte wie das System abläuft und uns beim bestellen zur Seite stand, aßen wir ein paar Minuten später bereits gemütlich unser Essen. Für mich etwas zu scharf, aber Ramona genoss ihre Wahl dafür umso mehr.

Danach ging es wieder zurück zum Hostel wo wir wieder nach etwas Fernsehn einschliefen. Am nächsten Tag nahmen wir uns vor endlich Guilin richtig zu erkunden und standen daher besonders früh auf um bereits vor 6:30Uhr im Segen Star Park anzukommen, da wir uns die Eintrittskosten sparen wollten. Leider mussten wir feststellen, dass der Park bereits um 6Uhr öffnet, nicht wie im Internet steht um 6:30Uhr, sodass wir doch gezwungen waren den überteuerten Eintritt zu bezahlen.

Trotz alledem motiviert ging es dann in den Park, wo wir erstmal wieder von allen angestarrt wurden, da wir die einzigen westlichen Leute waren. So früh in einem Park zu sein hat birgt in China aber steht’s Vorteile da man in den Genuss kommt, die Chinesen beim Spielen und Tanzen und Sport machen zu beobachten. Auf dem Weg entdeckten wir auch den berühmten Kamelberg, der genauso aussieht wie ein Kamel und kamen an dem Stein vorbei an dem Bill Clinton einmal eine Rede hielt.

Danach entschieden wir uns den stufigen Weg zur Aussichtsplattform anzutreten, da wir Guilin gerne einmal von oben betrachten wollten. Etwas aus der Puste, wurde wir am Gipfel mit einer tollen Aussicht belohnt.

Danach ging es wieder hinab und durch ein kuriosen Teil des Parks wo haufenweise Lampen und Lichter aufgestellt wurden. Etwas später fanden wir heraus, dass es hier gerade ein Lichterfest zu bestaunen gibt und es deshalb so seltsam im Park aussieht.

Bevor wir den Park verlassen, mussten wir noch das traditionelle Frühstück aus Guilin probieren: Reisnuddelsuppe. Wir genossen also noch einen wirklich leckeren Teller voller Suppe bevor es weiter zum Elephant Trunk Hill ging, eines der Wahrzeichen von Guilin.

Der Elephant Trunk Hill ist, wie der Name vielleicht schon verrät, eine Felsformation die aussieht wie ein Elefant. Leider wollten wir den unverschämten Eintrittspreis nicht bezahlen und versuchten kostenlos einen guten Blick auf den Fels zu erhaschen. Das gestaltete sich als sehr schwierig, da das ganze angrenzende Gebiet mit Bäumen, die als Sichtschutz dienen, zugepflanzt und mit Stacheldraht abgesichert wurde. Etwas demotiviert von so einer Abzocke, gingen wir zum angrenzenden Shan See, der die berühmten Sonne und Mond Pagoden beherbergt. Sie sind ebenfalls bekannt unter dem Namen Silber und Gold Pagoden, da sie nachts in diesen besagten Farben erstrahlen.

Die Sonnenpagoda hält, wie es in China öfters vorkommt, wieder einige Rekorde: sie ist die größte Pagoda aus Bronze, die größte Bronze Pagoda mit einem Aufzug und die größte Pagoda über Wasser. Von der Mond- zur Sonnenpagoda gelangt man durch einen 10m langen Unterwassertunnel, bei dem man die Fische über einem beobachten kann.
Leider war diese Attraktion, ebenso wie 90% der anderen Attraktionen in Guilin viel zu überteuert für unserer Backpacker Budget, sodass wir uns mit dem Anblick von Weiten zufrieden gaben.

Danach machten wir uns zurück in die Richtung unseres Hostels um bei unserem Cafe des Vertrauens ein leckeren Cafe zu trinken bevor wir zur Bushaltestelle liefen um einen Bus zu einer berühmten Höhle zu erwischen. Leider lief nach der Busfahrt alles ganz anders als wir erwartet haben, da ich im nächsten Bus schmerzvoll feststellen musste, dass mir jemand mein iPhone aus der Jackentasche geklaut hat. Nachdem Ramona dann auch mein Handy angerufen hat und es bereits ausgeschalten wurde, schwindete auch mein kleiner Funken Hoffnung, dass ich mein iPhone doch noch wieder bekomme. Am Boden zerstört und aufgelöst machten wir uns auf dem Weg zurück ins Hostel.

Wir fragten nach dem Weg zur nächsten Polizeistation, damit ich mein Handy als gestohlen melden kann, um eine Bestätigung für meine Versicherung zu bekommen. Bei der dritten Polizeistation der Stadt und einigen Stunden später fanden wir endlich ein paar Polizisten die uns nicht gleich wieder unfreundlich weg schickten, sondern unseren Fall annahmen. Dies war aber auch mit etlichen Komplikationen verbunden, mit Anrufen an unseren Couchsurfer Kai der für uns Übersetzen musste und vor allem mit sehr, sehr viel Geduld. Nach unglaublichen drei Stunden in der Polizeistation hatten wir dann endlich meine Bestätigung und konnten niedergeschlagen und erschöpft zurück ins Hostel gehen und den Tag als einzige Katastrophe abschreiben. Am nächsten Tag versuchten wir es dann ein weiteres mal mit der Sightseeing Tour.

Natürlich war ich die nächsten paar Tage etwas deprimiert, versuchte aber das beste aus der Situation zu machen.

Wir fuhren also etwas verspätet zum Bahnhof um von dort ein Bus nach Yangshuo zu erwischen. Nach einer sehr holprigen zweistündigen Fahrt kamen wir endlich in Yangshuo an. Wir machten und also voller Tatendrang zur Stadtmitte auf, um dort ein Fahrrad Verleih zu finden. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir einen genialen Mango Laden, bei dem wir den besten Mango Trink unseres Lebens trinken sollten. Eine Kreation aus frischen Mango, Mangoeis, Drachenfrucht, Sahnecreme und pürierten Mangos – ein wahrer Traum!

Gestärkt von unserem leckeren Trink, ging es weiter in die Stadtmitte.

Hier sprach uns dann auch schon relativ schnell Esther an, eine ältere chinesische Dame, die ihr Geld als Tourguide verdient. Sie bot uns eine exklusive vierstündigd Tour durch die Gegend an und nachdem sie uns ihr Buch mit vielen Bewertungen zeigte, nahmen wir das Angebot dankend an.

Die Tour war klasse, wir haben wirklich alles wichtige von Yangshuo gesehen und das in der kurzen Zeit von 4 Stunden. Wir hatten sehr viel Spaß mit dem Fahrrad die Landschaft zu erkunden.

Esther hätte ruhig ein bisschen mehr erzählen können statt ihrer Lieblingsphrase: “So beautiful” aber alles in allem waren wir zufrieden mit der Tour. Nach der Rundfahrt durch die Berge, fragte Esther uns noch ob wir uns die Silver Cave anschauen möchten. Wir stimmten dem zu und fuhren also direkt zur Höhle. Hier wartete Esther dann draußen auf uns während wir mit einer Mitarbeiterin durch die Höhle rannten. Erstmal muss erwähnt werden, dass wir wirklich die einzigen Besucher waren und zweitens das unsere Mitarbeiterin eine unglaublich unbewusst witzige Dame war.

Sie hatte eigentlich nur einen einzigen Satz richtig drauf, denn sie dann für alles anwendete. Hier ein kleines Beispiel mit dem Akzent:

“Diss luke laike Maschruum. Maschruum.”

Sie beschrieb uns jede Stalagmiten Formation und erzählte uns nach was diese aussah. Sehr witzig und sehr unterhaltsam. Aber auch überteuert wenn man bedenkt wie schnell sie uns durch diese Höhle durch hetzte.

Am Schluss wollte sie uns dann noch ein paar Souveniere andrehen, die wir aber dankend ablehnten. Danach ging es fünf Minuten weiter mit Esther zu einem Restaurant von dem man im Garten einen tollen Blick auf den Moon Hill hat. Eine Felsformation die ein natürliches Bogengewölbe aufweist.

Mit ein paar mehr Fotos in der Tasche ging es dann zurück zum Startpunkt, wo wir uns von Esther trennten und dann noch einmal zum Mango Laden gingen, um hier ebenfalls die bekannten Waffeln aus Hong Kong zu probieren.Gesättigt liefen wir dann zum Busterminal zurück und kamen dann zufrieden und erschöpft abends im Hostel an.


Am nächsten Tag hieß es dann bereits “Auf Wiedersehen, Guilin” und “Hallo Hong Kong!”. Um nach Hong Kong zu gelangen mussten wir aber erstmal den Zug nach Shenzhen nehmen, um dort über die Grenze nach Hong Kong zu gelangen. Dies verlief alles reibungslos und wir befanden uns bereits vormittags in Shenzhen ein, wo es dann weiter uber die Brücke nach Hong Kong ging.