Strandurlaub, noch mehr Tempel und die Khao San Road

Unser Flug nach Kambodscha verlief ohne Komplikationen, sodass wir in Sihanoukville sicher ankamen. Darauf ging es mit dem Shuttle Taxi in die Stadt, wo sich erst einmal herausstellte, dass einer unserer Mitfahrer wohl ein Drogenboss war.
Ganz unaufällig standen wir gefühlt 15 Minuten an einer Kreuzung und warteten vergeblich auf Jemanden. Sobald der Kurier endlich ankam, worf Mr.Warscheinlich-Drogenboss wütend ein Päckchen heraus und daraufhin fuhren wir erst weiter.
Die französische Familie und das französische Paar, die ebenfalls mit uns im Shuttle saßen waren ebenso verwirrt wie wir. Belustigt kamen wir dann etwas später endlich in unserem Backpacker Heaven an (der Name unserers Hostels).
Hier checkten wir in unser Zimmer ein und lernten soeben unseren Mitbewohner kennen.
Ein Vinegaroon (googled es, wenn ihr nicht wisst wie es aussieht) lebte in unserem Badezimmer und Ramona und ich waren alles andere als begeistert von diesem Fund.
Ich sagte dem Mann an der Rezeption Bescheid und bat ihn das Tier zu entfernen und fragte ihn sogleich um was es sich für ein Tier handelt und ob es gefährlich sei.
Woraufhin er nur mit einem Lächeln meinte, er wisse auch nicht was das für ein Tier ist und ob es gefährlich ist. Nach eingängiger Recherche fanden wir es aber selbst heraus und stellten erleichtert fest, dass diese Lebewesen nicht gefährlich sind aber ätzende Säure versprühen können. Etwas erschöpft von unserem aufregenden Abend aßen wir noch gemütlich im Hostel, tranken unseren Willkommensdrink und spielten eine Runde Scrabble.

Am nächsten Tag erkundeten wir den nahegeliegenden Strand und genossen es den ganzen Tag am Strand zu liegen.
Wir aßen lecker in dem dazugehörigen Restaurant und abends kauften wir noch etwas Essen für die am nächsten Morgen anstehende Bootsfahrt nach Koh Rong Samloem. Die Bootsfahrt nach Koh Rong Samloem bestand aus einer einstündigen wellenlastigen Fahrt, bei der besonders ich froh war, als wir endlich ankamen.
Die Insel sah bereits von Weitem wunderschön aus, sodass wir begeistert am Strand unser Bungalow suchten, um einzuchecken.  Den restlichen Tag liefen wir einmal komplett die Seite unserer Insel ab und gingen dann auch früh schlafen, da wir sehr müde waren.

Die nächsten Tage gestalten sich alle sehr ähnlich: wir frühstückten, sonnten uns (solange es das Wetter zuließ), badeten abends im stürmischen Meer, dann gab es Abendessen und danach schauten wir noch Fernsehen und schliefen.
Leider hatten wir die meisten Tage sehr stürmisches Wetter, sodass es viele Wellen gab und die Sonne sich nicht allzu oft blicken lies. Trotzdem genossen wir unsere Tage auf Koh Rong Samloem sehr.

Wir entschieden uns nach dem vierten Tag noch für zwei Tage nach Koh Rong zu fahren, um die Nachbarinsel ebenfalls zu erkunden. Die Fahrt nach Koh Rong wollten wir mit einem Speed Boat antreten, da dass Wetter aber wieder einmal zu stürmisch dafür war, blieb uns nur das Slow Boat als Wahl übrig. Statt 15 Minuten dauerte die Fahrt zur Nachbarinsel nun 2 Stunden und ich kann euch nur eins sagen, das ist keine Bootsfahrt für Seekranke. Wieder völlig erschöpft kamen wir in Koh Rong um 16Uhr an, checkten bei unserem Hostel ein und aßen Thailändisch zu Abend. Der Koch unseres Hostels empfahl uns Sigis thailändische Küche zu testen und wir waren alles andere als enttäuscht.
Sigi ist erstmal ein überaus freundlicher Mensch und kocht fantastisch. Glücklich und gesättigt gingen wir dann schlafen.

Am nächsten Tag entschieden wir uns den Dschungeltrekk quer über die Insel zu machen, da wir den Long Beach gerne besuchen wollten.
Dieser Pfad ist auf der Insel bekannt als Flip Flop Pfad und verbindet beide Seiten der Insel. Gut war, dass der Koch uns ebenfalls geraten hat nicht mit Flip Flops los zu gehen sondern mit Turnschuhen. Der Pfad ist nämlich sehr felsig und steil und am Ende muss man sich sogar mit Hilfe von Seilen herunter hangeln.
Türkisblaues Wasser und weißer Sandstrand empfingen uns aber am Ende und wir genossen es den restlichen Tag zu sonnen und zu baden. Abends schauten wir noch den Sonnenuntergang an und fuhren mit dem Taxiboot zurück zur Insel. Unterwegs machten wir noch einen Stop um leuchtendes Plankton zu besichtigen. Ramona schwamm sogar im Plankton! Sehr faszinierend aber unmöglich einzufangen mit der Kamera, daher gibt es davon nur Erinnerungen und keine Bilder. In Koh Rong ließen wir dann den Abend ein letztes Mal bei Sigi ausklingen.

Am nächsten Tag ging es zurück nach Sihanoukville wo wir in ein anderes Hostel nahe dem Serendipity Beach eincheckten. Die nächsten Tage verbrachten wir im Hostel und der Umgebung, da es mir gesundheitlich nicht so gut ging. Wir hatten aber auch einen Pool im Hostel, sodass es nur halb so schlimm war.

Nach unserem Aufenthalt in Sihanoukville flogen wir mit dem Flugzeug nach Siem Reap, da wir gelesen haben, dass die Straße zwischen beiden Städten eher gemieden werden sollte, wenn man an seinem Leben hängt. Der Flug nach Siem Reap hatte 2 Stunden Verspätung sodass wir erst um 22Uhr am Flughafen ankamen. Wir nahmen ein Taxi in die Stadt, da das in Siem Reap die einzige Möglichkeit ist vom Flughafen weg zu kommen und checkten in unser neues Hostel ein.

Erst einmal stand auf dem Plan für den nächsten Tag auszuschlafen und zu duschen, daher ging es bei uns auch erst um 11 Uhr los. Wir buchten einen Tuk Tuk Fahrer über unser Hostel und fuhren mit ihm nach Angkor Wat. Am ersten Tag entschieden wir den “Big Circle” zu machen, so etwas wie der äußere Kreis der Anlage. Angkor Wat ist eine rießige Tempelanlage und es wird pro Tag empfohlen nicht mehr als 4-6 Tempel anzusehen. Erstens weil man eine Tempelübereizung bekommt und es einfach körperlich zu anstrengend wird in der Hitze. Also schauten wir am ersten Tag die Tempel im großen Kreis an: Banteay Kdei, Pre Rup, East Mebon, Ta Som, Neak Pean und Preah Khan.
Unser Lieblingstempel von diesem Tag war definitiv Ta Som, da hier die berühmten Baumwurzeln über die Tür wachsen und das dem Tempel eine tolle Aura verleiht.
Allgemein haben uns die Tempel alle sehr gut gefallen. Sehr beeindruckend und wir haben uns absichtlich dafür entschieden die “kleineren” Tempel zuerst zu machen, da nach den großen Tempeln die Kleinen gleich richtig langweilig wirken. Der Tag war auf jeden Fall sehr spannend aber auch sehr sehr heiß. Siem Reap ist mitten in Kambodscha und keine Meeresbriese erleichtert hier das atmen. Am Abend ging es für uns nach dem Abendessen auch gleich ins Bett, da wir am nächsten Tag den Sonnenaufgang bei Angkor Wat gebucht haben.

Um 4Uhr aufgestanden und um 5Uhr abgeholt ging es im Dunkeln nach Angkor Wat. Da bereits die Menschenmassen Einzug nahmen, beeilten wir uns um in der ersten Reihe am Teich noch einen Platz zu ergattern. Nach über einer Stunde Warterei ging dann die Sonne “auf”. Leider war dies der eventuell unspektakulärste Sonnenaufgang den wir beide jemals gesehen haben, da der ganze Himmel bedeckt war und nur ein kleiner Sonnenstrahl durch die Wolken rang. Nach der Mini Enttäuschung aßen wir erst einmal ein überteuertes Brot mit Marmelade zum Frühstück und fuhren dann so schnell wie möglich zu Ta Prohm – der berühmte Lara Croft Tempel. Sogar vor offizieller Öffnung angekommen, stürmten wir mit 40 anderen Leuten ins Gelände und gelangen als zweite sogar zum Tempel.
Ta Prohm ist wirklich klasse. Ein sehr abenteuerlicher Tempel mit tollen Bäumen, die den halben Tempel bereits eingenommen haben. Hier erkennt man deutlich, dass die Natur sich alles wieder zurück holt.

Nach Ta Prohm ging es zu Bayon, der Hauptzeremonien-Tempel der Anlage. Bayon besteht aus 54 Türmen in denen 2000 Gesichter integriert worden sind. Ein wirklich faszinierender Anblick aber leider kamen wir zur absoluten Hochzeit zum Tempel, sodass wir ihn nicht wirklich genießen konnten. Schnell machten wir uns aus dem Staub und gingen weiter zu Angkor Wat.
Angkor Wat ist ein unglaublicher Tempel. Nicht nur wegen des schieren Ausmaßes sondern ebenfalls durch die Details und der Anlage. Wir erkundeten Angkor Wat noch ausgiebig bevor es nach 9 Stunden Tempelbesichtigung für uns dann zurück zum Hostel ging. Nach so einer anstrengenden Tour genossen wir noch ein paar Züge im Pool und ein leckeres Abendessen.

Am nächsten Tag nahmen wir uns nichts vor, da wir nach unserer Meinung genügend Tempel gesehen haben und etwas ermüdet von dem ganzen Sightseeing der letzten Tage waren. Daher erkundeten wir nur den nahe gelegenen Früchte- und Supermarkt und bereiten uns auf unsere Busfahrt nach Bangkok vor, die am nächsten Tag in der Früh anstand.

Um kurz vor 8 wurden wir dann am nächsten Tag abgeholt und dann ging es pünktlich los auf unsere 8-stündige Busfahrt. Um 11:30Uhr kamen wir erst einmal an der Grenze an und mussten den Auswander- und Einwanderungsprozess hinter uns bringen. Dies ging aber ohne Probleme und zügig über die Bühne, sodass es um 13Uhr weiter mit dem Bus Richtung Bangkong ging. Wir kamen dann um ca. 16 Uhr in Bangkok an, schnappten uns ein Taxi und fuhren zum Hostel. Nach dem Check-In erkundeten wir noch unsere Nachbarschaft, aßen etwas und dann ging es schon ab ins Bett.

Am nächsten Tag schauten wir uns Wat Pho an, da wir den berühmten liegenden Buddha sehen wollten. Der liegende Buddha ist wirklich sehr beeindruckend aber wir entschieden uns dagegen noch die nebenan gelegene Royal Palace Anlage anzusehen, da wir wenn wir ehrlich sind, keine Lust mehr auf Tempel hatten. Daher fuhren wir lieber mit dem Wassertaxi entlang des Flusses und vertrieben unsere Zeit in einem Plaza. Da unser eigentliches Ziel noch nicht geöffnet hatte und wir einfach noch die Zeit bis dahin rumbringen mussten. Danach ging es zu Asiatique ein Nachtmarkt am Pier der erst ab 16Uhr öffnet. Leider waren wir im Nachhinein enttäuscht von dem Markt aber wir hatten trotzdem einen schönen Tag.

Abends ging es dann erst einmal zurück zum Hostel auffrischen und danach wieder auf die Khao San Road. Diese Straße ist eine Bar- und Nachtmarktstraße, die vor allem unter Backpackern sehr beliebt ist. Wir feierten in einer Bar, die mit Abstand den coolsten Namen hatte: “Golf Bar Cocktails Very Strong We Do Not Check ID Card & Restaurant”. Die Kellner liefen wirklich mit Menükarten rum, auf denen überdeutlich “Sehr starke Cocktails” & “Wir checken euren Ausweis nicht” stand. Das nenn ich einmal eine sehr gute Marketingstrategie. Wir hatten auf alle Fälle sehr viel Spaß und in der Früh ging es dann zurück ins Hostel.

Am letzten Tag in Bangkok wollten wir uns noch die 8 größte Mall der Welt anschauen. Hier verbrachten wir dann auch den ganzen Tag, da hier ein rießen Shoppingcenter nach dem nächsten kommt und wir gar nicht gemerkt haben, wie schnell die Zeit rum ging. Abends ging es ein weiteres Mal auf die Khao San Road und da wir so viel Spaß am Abend zuvor hatten, besuchten wir noch einmal unsere Bar vom Vorabend.

Am nächsten Tag hieß es dann früh aufstehen und ab mit dem Flieger nach Japan.

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