Alles ist besser mit Phở

Nachdem wir abends in Hanoi gelandet waren, nahmen wir den Shuttlebus in die Stadt und liefen dann das letzte Stück zum Hostel. Dabei fiel uns gleich auf, dass sich Hanoi sehr stark vom ruhigen und friedlichen Laos unterscheidet. in den kleinen Straßen im alten Viertel wird gehupt was das Zeug hält und die Gehwege dienen vor allem als Rollerparkplatz, so dass man die meiste Zeit die Straße mit den Autos und Rollern teilen muss. Erschöpft und immer noch etwas angeschlagen schafften wir es schließlich zum Hostel und fielen ins Bett.

Ausgeschlafen beschlossen wir am nächsten Tag, die Stadt zu erkunden und machten uns auf den Weg zum Hoan Kiem See wo wir die Jadeberg-Insel anschauten. Danach gings am See entlang zum Opernhaus und dem Nationalmuseum. Anschließend machten wir uns auf den Rückweg und erkundeten noch die Straßen des Old Quarters.

Auch am nächsten Tag war Sightseeing angesagt. Zuerst stand der Temple of Literature auf dem Programm, von da aus ging’s weiter zum Ho Chi Minh Museum und zum West Lake. In einem Harry Potter Cafe nahmen wir dann noch ein Butterbier und einen Vielsafttrank zu uns und nach einem kurzen Abstecher auf dem Nachtmarkt gings zurück ins Hostel, da wir am nächsten Tag früh raus mussten, um unseren Ausflug zur Halong Bay anzutreten.

Nach dem Frühstück wurden wir im Minibus abgeholt und nach einer 3,5 stündigen Fahrt kamen wir dann bei der Halong Bay an, wo wir unser Schiff bestiegen und in unsere schicke Kajüte eincheckten, in der wir die nächste Nacht verbringen würden. Dann gab es erstmal ein leckeres mehrgängiges Mittagessen, während wir in See stachen. Nach einer Weile erreichten wir dann die Sung Sot Cave, die größte Höhle der Bucht, wo wir ausstiegen um sie zu besichtigen und den Blick auf die Bucht zu genießen. Zurück auf dem Schiff war dann Sonnenuntergangsparty auf dem Sonnendeck mit Wein und Obst angesagt.
Schließlich legten wir in einer Lagune an, wo Jessy und ich die Gelegenheit nutzten, das erste Mal während unserer Reise im Meer zu schwimmen. Nachdem wir ausgiebig gebadet hatten, machten wir uns fertig fürs Abendessen, welches wieder sehr üppig und lecker war. Danach holten wir uns noch Reisetipps von unseren isländischen Tischnachbarn und versuchten uns am Tintenfisch angeln, leider erfolglos.

Der nächste Morgen begann um 6:30 Uhr mit einer Tai Chi Stunde, gefolgt vom Frühstück. Danach stand die Besichtigung eines floating fishing villages auf dem Plan. Nachdem wir ja jetzt schon in Übung waren, beschlossen wir, das Dorf mit dem Kajak zu erkunden. Natürlich fing es währenddessen wieder an zu regnen, aber es war trotzdem interessant zu sehen, wie die Menschen dort leben.

Zurück auf dem Boot führte uns der Schiffskoch vor, wie man Blumen und ähnliches aus Obst und Gemüse schnitzt und danach lernten wir noch wie man Frühlingsrollen macht. Nach dem Mittagessen ging es dann auch schon zurück zum Hafen und von dort aus mit dem Bus wieder nach Hanoi.Dort angekommen gingen wir noch was essen, bevor wir zum Bahnhof fuhren um den Nachtzug nach Hue zu nehmen.

Nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht kamen wir morgens in Hue an und fuhren mit dem Taxi zum Hostel. Da es noch zu früh zum einchecken war, nutzten wir die Zeit um unsere Weiterreise zu planen. Nachdem wir unseren Schlafsaal bezogen und uns frisch gemacht hatten, machten wir uns auf Erkundungstour und Essenssuche. Nachdem wir auf dem Markt waren und etwas durch die Stadt geschlendert waren, setzten wir uns ans Ufer des Parfümflusses, wo wir von Nhung, einer jungen Vietnamesin angesprochen wurden, welche ihr englisch verbessern wollte. Das schien ein beliebter Ort dafür zu sein, denn nach kurzer Zeit kam noch eine Frau mit ihrer elfjährigen Schwester dazu, die bereits sehr gutes Englisch sprach. Wir unterhielten uns ziemlich lange mit ihnen und schließlich nahm Nhung uns noch mit auf einen Nachtmarkt.

Am nächsten Morgen liehen wir uns Fahrräder aus und machten uns bei ca. 30° C auf den Weg zur Zitadelle mit dem Imperial Palace, ein großes Gelände, wo einige Gebäude leider zerbombt wurden, welche allerdings wieder vollständig aufgebaut werden sollen. Wir nahmen uns Zeit die Anlage zu besichtigen und machten uns dann auf auf den Weg zur etwas außerhalb gelegenen Thien Mu Pagoda, auch Pagode der himmlischen Frau genannt. Von dort nahmen wir ein Boot über den Fluss und traten mit unseren alten Drahteseln den Rückweg an und belohnten uns abends für die Anstrengung mit Pasta und Cocktails.

Am Tag darauf ging es dann mit dem Bus weiter nach Hoi An, wo wir in unser tolles Zimmer eincheckten. Dort konnten wir gratis Fahrräder leihen, welche auch noch um einiges neuer und besser als die in Hue waren und machten uns mit diesen auf den Weg zum Strand. Leider wurden unsere Pläne im Meer zu baden durchkreuzt, da es aufgrund des starken Windes verboten war zu schwimmen. Also aßen wir stattdessen in einem der Restaurants mit Meerblick und machten uns dann durch die Reisfelder auf den Weg zurück zum Hotel. Als hätten wir es geahnt, hatten wir uns diesmal für eine Unterkunft mit Pool entschieden und badeten dann stattdessen in diesem.

Da das Hotel etwas außerhalb gelegen ist, liehen wir uns am nächsten Tag wieder Fahrräder und fuhren in die Altstadt, wo wir die japanische Brücke, den Fluss und die Gassen mit den vielen Laternen anschauten, etwas shoppten und umherschlenderten. Nachdem wir abends noch die Szenerie bei Nacht bestaunt hatten, machten wir uns wieder auf den Rückweg undund ließen den Tag mit den neuen Sherlock Folgen ausklingen.

Da wir auch die Umgebung und das Hinterland etwas erkunden wollten, liehen wir uns am nächsten Tag nach dem leckeren Frühstück einen Motorroller aus und machten uns auf den Weg zum Water Coconut Village. Dort wurden wir von einer netten alten Dame in einem Rundboot durch die Wasserpalmen gepaddelt und sie zeigte uns Wasserkokosnüsse, dort lebende Tiere und machte uns Schmuck aus Palmenblättern. Wir aßen noch etwas und machten uns dann im Regen auf den Weg die Küste entlang zum Marble Mountain, wo es eine Pagoda und mehrere Höhlen zu sehen gab.

Zurück im Hotel stellten wir fest, dass wir beim Buchen unseres Weiterfluges wohl so übernächtigt gewesen waren, dass uns ein dummer Fehler unterlaufen war und wir ihn einen Monat zu spät gebucht hatten. Also riefen wir am nächsten morgen bei der Airline an, die uns mitteilten, dass wir zu ihrem Büro in der Abflugstadt gehen müssen um den Flug zu ändern. Also schwangen wir uns wieder auf den Roller und fuhren nach Danang, die nächste größere Stadt von der wir weiterfliegen wollten. Dort angekommen war das Ändern des Fluges zum Glück ganz unkompliziert und nachdem wir noch einen vietnamesischen Eiskaffee getrunken hatten stürzten wir uns wieder in den Verkehr um zu den Ruinen der Tempelstadt My Son zu fahren, einer alten Cham-Stadt. Leider hatten wir auch weiterhin kein Glück mit dem Wetter und mussten zum zweiten Tag in Folge durch den strömenden Regen fahren. Als wir endlich angekommen waren, entschieden wir, dass sich der weite Weg doch gelohnt hat, da es sehr cool war, die alten Ruinen zu erkunden. Während wir dort waren, hörte es aber glücklicherweise auf zu regnen, so dass wir im trockenen heimfahren konnten.

Am nächsten Tag flogen wir von Danang nach Ho Chi Minh City, wobei unser Flug so viel Verspätung hatte, dass wir wieder erst spät abends ankamen. Am darauffolgenden Tag besichtigten wir die Stadt, wobei wir unter anderem die Oper, das Rathaus, die Notre Dame Kathedrale und die von Gustave Eiffel entworfene Post sahen. Am nächsten Tag ging die Sightseeingtour dann weiter, zuerst wollte ich mir aber noch die Haare schneiden lassen. Dieses Vorhaben dauerte allerdings etwas länger als geplant, da ich bei der Haarwäsche erstmal noch eine ausgiebige Kopf-, Arm- und Nackenmassage erhielt, aber darüber möchte ich mich nicht beklagen. Danach machten wir uns dann am Wiedervereinigungspalast vorbei auf den Weg zum Kriegsopfermuseum, wo wir einiges über den Vietnamkrieg lernten. Vor allem die Ausstellung zu den Gefangenenlagern und den dort eingesetzten Foltermethoden hinterließen dabei einen bleibenden Eindruck bei uns.

Zum Abschluss aßen wir dann noch ein letztes mal Pho, bevor es am nächsten Tag weiter nach Kambodscha ging.

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