Bye iPhone, Hi tolle Landschaften!

Etwas geschafft vom Sightseeing der letzten Tage und wegen unserem tollen Deluxe Zweibettzimmer, entschieden wir uns die ersten zwei Tage in Guilin sehr entspannt angehen zu lassen.

Wir schliefen gemütlich aus, schauten ausgiebig Fernsehen und schlenderten durch die Stadt. Da wir beide großen Gefallen an den Allzweck Läden gefunden haben, die in China überaus beliebt sind, machten wir auch ein paar mal einen Abstecher zu Miniso. Unserem neuen Lieblingsladen (vor allem von mir, Ramona kann sich etwas mehr zurückhalten).

Miniso erfüllt einem jeden Wunsch; ob man auf der Suche nach einer Powerbank ist, nach neuem Make Up sucht oder doch nur eine neue Tasse braucht: Miniso bietet alles. Völlig zufrieden, aßen wir am zweiten Tag abends noch in einem Lokal das vor allem bei Einheimischen sehr beliebt aussah. Hier konnte man sich vorne beim Eingang unter verschiedenen Fleisch- und Gemüsegerichten etwas ausuchen. Nachdem ein sehr netter, älterer, englischsprechender, chinesischer Herr uns erklärte wie das System abläuft und uns beim bestellen zur Seite stand, aßen wir ein paar Minuten später bereits gemütlich unser Essen. Für mich etwas zu scharf, aber Ramona genoss ihre Wahl dafür umso mehr.

Danach ging es wieder zurück zum Hostel wo wir wieder nach etwas Fernsehn einschliefen. Am nächsten Tag nahmen wir uns vor endlich Guilin richtig zu erkunden und standen daher besonders früh auf um bereits vor 6:30Uhr im Segen Star Park anzukommen, da wir uns die Eintrittskosten sparen wollten. Leider mussten wir feststellen, dass der Park bereits um 6Uhr öffnet, nicht wie im Internet steht um 6:30Uhr, sodass wir doch gezwungen waren den überteuerten Eintritt zu bezahlen.

Trotz alledem motiviert ging es dann in den Park, wo wir erstmal wieder von allen angestarrt wurden, da wir die einzigen westlichen Leute waren. So früh in einem Park zu sein hat birgt in China aber steht’s Vorteile da man in den Genuss kommt, die Chinesen beim Spielen und Tanzen und Sport machen zu beobachten. Auf dem Weg entdeckten wir auch den berühmten Kamelberg, der genauso aussieht wie ein Kamel und kamen an dem Stein vorbei an dem Bill Clinton einmal eine Rede hielt.

Danach entschieden wir uns den stufigen Weg zur Aussichtsplattform anzutreten, da wir Guilin gerne einmal von oben betrachten wollten. Etwas aus der Puste, wurde wir am Gipfel mit einer tollen Aussicht belohnt.

Danach ging es wieder hinab und durch ein kuriosen Teil des Parks wo haufenweise Lampen und Lichter aufgestellt wurden. Etwas später fanden wir heraus, dass es hier gerade ein Lichterfest zu bestaunen gibt und es deshalb so seltsam im Park aussieht.

Bevor wir den Park verlassen, mussten wir noch das traditionelle Frühstück aus Guilin probieren: Reisnuddelsuppe. Wir genossen also noch einen wirklich leckeren Teller voller Suppe bevor es weiter zum Elephant Trunk Hill ging, eines der Wahrzeichen von Guilin.

Der Elephant Trunk Hill ist, wie der Name vielleicht schon verrät, eine Felsformation die aussieht wie ein Elefant. Leider wollten wir den unverschämten Eintrittspreis nicht bezahlen und versuchten kostenlos einen guten Blick auf den Fels zu erhaschen. Das gestaltete sich als sehr schwierig, da das ganze angrenzende Gebiet mit Bäumen, die als Sichtschutz dienen, zugepflanzt und mit Stacheldraht abgesichert wurde. Etwas demotiviert von so einer Abzocke, gingen wir zum angrenzenden Shan See, der die berühmten Sonne und Mond Pagoden beherbergt. Sie sind ebenfalls bekannt unter dem Namen Silber und Gold Pagoden, da sie nachts in diesen besagten Farben erstrahlen.

Die Sonnenpagoda hält, wie es in China öfters vorkommt, wieder einige Rekorde: sie ist die größte Pagoda aus Bronze, die größte Bronze Pagoda mit einem Aufzug und die größte Pagoda über Wasser. Von der Mond- zur Sonnenpagoda gelangt man durch einen 10m langen Unterwassertunnel, bei dem man die Fische über einem beobachten kann.
Leider war diese Attraktion, ebenso wie 90% der anderen Attraktionen in Guilin viel zu überteuert für unserer Backpacker Budget, sodass wir uns mit dem Anblick von Weiten zufrieden gaben.

Danach machten wir uns zurück in die Richtung unseres Hostels um bei unserem Cafe des Vertrauens ein leckeren Cafe zu trinken bevor wir zur Bushaltestelle liefen um einen Bus zu einer berühmten Höhle zu erwischen. Leider lief nach der Busfahrt alles ganz anders als wir erwartet haben, da ich im nächsten Bus schmerzvoll feststellen musste, dass mir jemand mein iPhone aus der Jackentasche geklaut hat. Nachdem Ramona dann auch mein Handy angerufen hat und es bereits ausgeschalten wurde, schwindete auch mein kleiner Funken Hoffnung, dass ich mein iPhone doch noch wieder bekomme. Am Boden zerstört und aufgelöst machten wir uns auf dem Weg zurück ins Hostel.

Wir fragten nach dem Weg zur nächsten Polizeistation, damit ich mein Handy als gestohlen melden kann, um eine Bestätigung für meine Versicherung zu bekommen. Bei der dritten Polizeistation der Stadt und einigen Stunden später fanden wir endlich ein paar Polizisten die uns nicht gleich wieder unfreundlich weg schickten, sondern unseren Fall annahmen. Dies war aber auch mit etlichen Komplikationen verbunden, mit Anrufen an unseren Couchsurfer Kai der für uns Übersetzen musste und vor allem mit sehr, sehr viel Geduld. Nach unglaublichen drei Stunden in der Polizeistation hatten wir dann endlich meine Bestätigung und konnten niedergeschlagen und erschöpft zurück ins Hostel gehen und den Tag als einzige Katastrophe abschreiben. Am nächsten Tag versuchten wir es dann ein weiteres mal mit der Sightseeing Tour.

Natürlich war ich die nächsten paar Tage etwas deprimiert, versuchte aber das beste aus der Situation zu machen.

Wir fuhren also etwas verspätet zum Bahnhof um von dort ein Bus nach Yangshuo zu erwischen. Nach einer sehr holprigen zweistündigen Fahrt kamen wir endlich in Yangshuo an. Wir machten und also voller Tatendrang zur Stadtmitte auf, um dort ein Fahrrad Verleih zu finden. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir einen genialen Mango Laden, bei dem wir den besten Mango Trink unseres Lebens trinken sollten. Eine Kreation aus frischen Mango, Mangoeis, Drachenfrucht, Sahnecreme und pürierten Mangos – ein wahrer Traum!

Gestärkt von unserem leckeren Trink, ging es weiter in die Stadtmitte.

Hier sprach uns dann auch schon relativ schnell Esther an, eine ältere chinesische Dame, die ihr Geld als Tourguide verdient. Sie bot uns eine exklusive vierstündigd Tour durch die Gegend an und nachdem sie uns ihr Buch mit vielen Bewertungen zeigte, nahmen wir das Angebot dankend an.

Die Tour war klasse, wir haben wirklich alles wichtige von Yangshuo gesehen und das in der kurzen Zeit von 4 Stunden. Wir hatten sehr viel Spaß mit dem Fahrrad die Landschaft zu erkunden.

Esther hätte ruhig ein bisschen mehr erzählen können statt ihrer Lieblingsphrase: “So beautiful” aber alles in allem waren wir zufrieden mit der Tour. Nach der Rundfahrt durch die Berge, fragte Esther uns noch ob wir uns die Silver Cave anschauen möchten. Wir stimmten dem zu und fuhren also direkt zur Höhle. Hier wartete Esther dann draußen auf uns während wir mit einer Mitarbeiterin durch die Höhle rannten. Erstmal muss erwähnt werden, dass wir wirklich die einzigen Besucher waren und zweitens das unsere Mitarbeiterin eine unglaublich unbewusst witzige Dame war.

Sie hatte eigentlich nur einen einzigen Satz richtig drauf, denn sie dann für alles anwendete. Hier ein kleines Beispiel mit dem Akzent:

“Diss luke laike Maschruum. Maschruum.”

Sie beschrieb uns jede Stalagmiten Formation und erzählte uns nach was diese aussah. Sehr witzig und sehr unterhaltsam. Aber auch überteuert wenn man bedenkt wie schnell sie uns durch diese Höhle durch hetzte.

Am Schluss wollte sie uns dann noch ein paar Souveniere andrehen, die wir aber dankend ablehnten. Danach ging es fünf Minuten weiter mit Esther zu einem Restaurant von dem man im Garten einen tollen Blick auf den Moon Hill hat. Eine Felsformation die ein natürliches Bogengewölbe aufweist.

Mit ein paar mehr Fotos in der Tasche ging es dann zurück zum Startpunkt, wo wir uns von Esther trennten und dann noch einmal zum Mango Laden gingen, um hier ebenfalls die bekannten Waffeln aus Hong Kong zu probieren.Gesättigt liefen wir dann zum Busterminal zurück und kamen dann zufrieden und erschöpft abends im Hostel an.


Am nächsten Tag hieß es dann bereits “Auf Wiedersehen, Guilin” und “Hallo Hong Kong!”. Um nach Hong Kong zu gelangen mussten wir aber erstmal den Zug nach Shenzhen nehmen, um dort über die Grenze nach Hong Kong zu gelangen. Dies verlief alles reibungslos und wir befanden uns bereits vormittags in Shenzhen ein, wo es dann weiter uber die Brücke nach Hong Kong ging.

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