Xi’an

Nach der 12-stündigen Nachtfahrt kamen wir früh am nächsten morgen in Xi’an an, wo wir einen Couchsurfer gefunden hatten, der uns bei sich aufnahm. Dank seiner Beschreibung meisterten wir auch unsere erste Busfahrt, welche wegen der fehlenden Anzeige der Stationen um einiges komplizierter als die Fahrten mit der Subway war. An der Haltestelle wurden wir dann von Kai abgeholt und in seine Wohnung gebracht. Wie er bereits ankündigte, ist diese zwar sehr spartanisch eingerichtet, aber uns etwartete ein eigenes Zimmer und Frühstück in Form von Muffins und Tee -was will man mehr?

Netterweise hat Kai, der begeisterter Polizist ist, sich zwei Tage freigenommen um uns die Stadt zu zeigen. Daher ging es erstmal zum Daming Palace Museum. Xi’an war lange Zeit die Hauptstadt Chinas und der Daming Palace der riesige Wohnsitz der Kaiser. Leider wurde der Palast zerstört, aber durch das Museum, in dem auch ein Film gezeigt wurde und Kais Erklärungen bekamen wir einen Eindruck davon, wie es früher einmal aussah.

Danach ging es weiter zur Big Wild Goose Pagoda, wo Kai scheinbar davon ausging, dass sich alle Deutschen bei einem Tempelbesuch um 15 Uhr nichts sehnlicher wünschen als Bier und Wurst, welches er uns an einem Kiosk besorgte, für sich selbst kaufte er aber nur Kaffee. Daher kamen wir in den Genuss einer zweiten chinesischen Wurst, die immerhin etwas besser schmeckte als die erste.

Nachdem wir den Tempel besichtigt hatten liefen wir noch etwas durch die Stadt und als wir am Kino vorbeikamen, entschieden wir uns “Fantastic Beasts and where to find them” anzuschauen, den wir alle sehen wollten. Glücklicherweise kommt er hier in englisch mit chinesischen Untertiteln, sodass es keine Verständnisprobleme gab und wir die 4D-Vorstellung genießen konnten.

Auf dem Rückweg sahen wir noch die Fountain-Show vor der Wild Goose Pagoda und gingen dann essen in einem Hot-Pot-Restaurant. Dort war extrem viel los und wir wurden erstmal in einen Warteraum geführt, wo es schon mal Getränke und Snacks gab, während wir auf einen Tisch warteten. Glücklicherweise waren wir mit Kai dort, denn ansonsten hätten wir es wohl nur schwer geschafft, das Bestellsystem zu durchschauen und die verschiedenen Zutaten auf chinesisch zu bestellen. Als es schließlich so weit war wurden wir zu unserem Tisch geführt, in den in der Mitte eine Schale mit zweierlei Brühen eingelassen wird, in welche die restlichen Zutaten dann zum garen reingeworfen und danach in Sauce getunkt und  gegessen werden. Dazu gab es ganz traditionell chinesischen Reiswein.

Am nächsten Tag ging es als erstes ins Xi’an Museum, wo wir Reliquien aus den verschiedenen Dynastien bewundern konnten. Gleich daneben befindet sich die Small Goose Pagoda, die kleinere aber ältere Version der Pagoda des Vortages, die wir drei mal umrundeten, da das laut Kai Glück bringt. Danach sahen wir noch ein traditionelles chinesisches Schattenspiel und eine Marionettenshow an.

Als nächstes stand die Besichtigung der Stadtmauer auf dem Programm, die noch komplett erhalten ist und auf welcher wir dann ein Stück entlangliefen. Vorbei am Belltower und am Drumtower ging es dann zum muslimischen Viertel, welches eigentlich ein einziger Streetfoodmarkt ist. Zum Glück hatten wir Kai dabei, der uns Gerichte empfehlen konnte, da wir sonst wahrscheinlich maßlos überfordert gewesen wären.


Den Abend ließen wir in einer super coolen Bar ausklingen, in der viele verschiedene Liveacts auftraten.

Eine weitere Attraktion auf welche wir uns sehr gefreut hatten, ist die Terrakotta-Armee, zu welcher wir von Xi’an aus mit dem Bus fuhren. Die Krieger, welche beim Bau eines Brunnens entdeckt wurden, können in drei riesigen Hallen besichtigt werden, wobei die Ausgrabungsarbeiten allerdings noch nicht abgeschlossen sind.

Spät abends machten wir uns dann wieder auf den Weg zum Bahnhof, von wo aus wir den Nachtzug nach Chengdu nahmen. Da der Zug nicht in Xi’an startete, waren die Lichter schon aus und die Gepäckablagen besetzt, sodass wir im Dunkeln unsere Rucksäcke mit im Bett verstauen mussten und dann leicht eingeengt einschliefen.

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