Auf der Mauer, auf der Lauer…

Heute ist es endlich geschehen. Wir sahen die chinesische Mauer, wir liefen auf der chinesischen Mauer, wir schlitterten auf der chinesischen Mauer, wir fielen auf der chinesischen  Mauer.

Es ist schon etwas Beeindruckendes eines der sieben Weltwunder in echt zu sehen und dieses dann auch noch schneebedeckt zu erleben. Wir entschieden uns dafür, eine Tour zu machen, da es sich aufgrund der Sprachbarriere als kompliziert erwies, alles selbst zu organisieren und unser Hostel eine recht günstige Tour anbot. Morgens um 5.30 Uhr aufgestanden, erreichten wir unser Ziel gegen 10, nachdem wir im Bus von unserem Guide Cactus noch ein paar Infos über Beijing und die Mauer erhielten. Dort hatten wir 3.5 Stunden Zeit die Mauer auf eigene Faust zu erkunden. Voller Optimismus machten wir es uns zum Ziel, Abschnitt 20 zu erreichen, um zum originalen Teil der Mauer zu gelangen. Nach der vierminütigen Seilbahnfahrt wurde uns schnell bewusst, dass das nicht so einfach werden würde. Eine vereiste chinesische Mauer begrüßte uns und dutzende Leute, die bereits beim ersten Abschnitt verzweifelt umkehrten. Trotz unseres suboptimalen Schuhwerkes (Sneaker) gaben wir unser Ziel nicht auf. Mit unserer Gondelbekanntschaft Simon aus Dänemark (der noch schlechtere Schuhe hatte) machten wir uns voller Tatendrang auf den Weg. Wir schlitterten, klammerten uns an der Mauer fest und fielen auch ein paar Mal hin. Mit der Durchschnittsgeschwindigkeit einer Schnecke erreichten wir um 12.20 Uhr Wachturm 20. Etwas aus der Puste und unter minimalem Zeitdruck entschieden wir uns dagegen über die Mauer zum nicht restaurierten Teil zu klettern und machten uns auf den Rückweg, um das Mittagessen gut eine Stunde später nicht zu verpassen. Da das Eis mittlerweile an einigen Stellen schon geschmolzen war, schafften wir es unter Zusammennehmen all unserer Kräfte noch fast (mit 5 Minuten Verspätung) rechtzeitig zurück und ließen uns dann unser wohlverdientes Mittagessen schmecken.

Gesättigt und erschöpft ging es dann mit dem Bus zurück nach Beijing. Wir beschlossen, noch ein paar Tage länger zu bleiben, statt am nächsten Tag schon weiterzureisen und glücklicherweise können wir unser Zimmer für zwei weitere Nächte behalten. Dadurch können wir noch alles anschauen, was wir uns vorgenommen haben ohne in Stress zu geraten.

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