Die ersten Tage in Beijing

Geplättet von 48 Stunden Anreise ging es am ersten  Tag erst mal.gemächlich los. Nach unserem Special breakfast (Toast, Ei und Obst) erkundeten wir die Umgebung unseres Hostels. Dabei sammelten wir die ersten überwältigende Eindrücke. Wir beschlossen in den nahegelegenen Beihai Park zu gehen, in dem es einen großen See, verschiedene Tempel und Gebäude und die weiße Dagoba, welche für den Besuch des Dalai Lama errichtet wurde, zu sehen gab. Dort blieben wir bis es dunkel wurde und schlenderten dann noch etwas durch das nächtliche Beijing und nahmen unsere erste warme chinesische Mahlzeit zu uns, nämlich eine Art Nudelsuppe. Aussehen und Geschmack waren erst mal sehr ungewohnt,  aber dann war es lecker. Das Essen mit Stäbchen sollten wir aber vielleicht noch etwas üben. Danach gönnten wir uns noch einen Nachtisch.


Außerdem versuchten wir uns eine chinesische SIM-Karte zu besorgen um mobiles Internet zu haben, allerdings scheiterten wir kläglich. In drei verschiedenen Handyläden gab es keine einzige englisch sprechende Person und auch mithilfe von Übersetzungsapps konnten wir unser Anliegen nicht verständlich machen. Also machten wir uns leicht frustriert auf den Heimweg.

Am nächsten Tag stand der Besuch der verbotenen Stadt auf dem Programm. Als erstes deckten wir uns beim am Tag davor entdeckten Bäcker mit verschiedenen Backwaren ein, die wir mit Aussicht auf die verbotene Stadt verspeisten.

Da wir keine Ahnung hatten, was wir gekauft haben, war es immer interessant zu probieren, was aus unserer Wundertüte kam. Unterbrochen wurde unser Frühstück nur von einem Paar, das unbedingt Fotos mit uns machen wollte und tatsächlich fragte, statt einfach unauffällig zu fotografieren, wie es vorher schon öfter vorgekommen war.

Dann hieß es erstmal anstehen. Unvorhersehbarerweise waren wir nicht die einzigen, die an einem Samstag auf die Idee kamen die verbotene Stadt zu besichtigen, so dass die ganze Zeit ein ziemliches Gewusel war. Die verbotene Stadt besteht aus vielen großen, hintereinanderliegenden Plätzen, welche durch Gebäude voneinander getrennt sind. Die Anlage ist sehr beeindruckend, allerdings ähnelt sich nach einer Weile alles ziemlich. Da wir überall Leute sahen, die eine Wurst am Stiel aßen, wollten wir dieses kulinarische Erlebnis auch nicht verpassen, also investierten wir jeweils 6¥ und probierten die Wurst. Schnell bereuten wir diese Entscheidung wegen der leicht geleeartige Konsistenz und dem Geschmack der von einem komischen Gewürz, das hier scheinbar sehr oft verwendet wird und unserer Meinung nach nichts in einer Wurst verloren hat, dominiert wurde.

Als wir am anderen Ende die verbotene Stadt verließen, machten wir uns auf die Suche nach einer Subwaystation um zum Temple of Heaven zu fahren. Nachdem wirich schon eine Weile unterwegs waren, bot uns ein Tuk-Tuk-Fahrer an, uns zur nächsten Station zu fahren und wir nahmen das Angebot an. Nachdem er uns abgesetzt hatte, stellte sich aber heraus, dass er nicht 3¥, wie er zuerst gesagt hatte, sondern 300¥ wollte. Nach ewiger Diskussion zahlten wir dann schließlich 120¥, was immer noch eine unverschämt hohe Summe für die kurze Fahrt war. Dazu kam noch, dass die Subwaystation nicht, wie er gesagt hatte, um die Ecke ist, sondern wir noch ewig laufen mussten. Naja, war ja klar, dass wir früher oder später verarscht werden würden, ab jetzt sind wir auf jeden Fall vorsichtiger mit Tuk-Tuks.

Später als geplant am Himmelstempel angelangt, erfuhren wir, dass der Ticketverkauf für den Tag schon beendet war und fuhren daher unverrichteter Dinge zurück ins Hostel. Geschlaucht von dem anstrengenden Tag gingen wir dann noch Dumplings und wässrige Hirsesuppe essen und schliefen dann auch bald ein.

Sonntags standen wir früh auf, holten uns wieder Frühstück beim Bäcker und fuhren dann gleich zum Temple of Heaven. Das stellte sich als eine gute Idee heraus, da wir so schon vor den Touristenmassen dort waren und auch noch locals beim Karten spielen oder Kung-Fu üben beobachten konnten.

Nachdem wir noch etwas durch den Park geschlendert waren und die anderen Sehenswürdigkeiten dort besichtigt hatten, ging es weiter zum Sommerpalast.

Als wir die Subway verließen, stellten wir fest, dass es angefangen hatte zu regnen, was besonders unpraktisch war, weil Jessy ihre Regenjacke vergessen hatte (Dachte sie zumindest). Glücklicherweise verkaufte eine nette Frau ihr einen Regenponcho, wobei sie schon mal ihre Verhandlungsskills testen konnte.

FRAU: 5¥

JESSY (nach langer Pause): 4¥

FRAU (vehementes Kopfschütteln): No, no, no

JESSY (eingeschüchtert, überreicht 5¥): Okay

Als wir beim Gelände des Sommertempels ankamen, waren wir überrascht von dessen Ausmaß, da man meistens nur Bilder eines einzigen Gebäudes sieht, allerdings gibt es dort noch viel mehr zu sehen. Besonders gefiehl uns der Teil, bei dem Gebäude, Treppen und Säulen in den Fels gebaut wurden, vor allem Jessy als großer Uncharted Fan fühlte sich da gleich ganz in ihrem Element. Leider war es recht neblig, sodass man keinen allzu weiten Ausblick genießen konnte, dafür wirkte die Szenerie sehr episch.

Mit der Besichtigung der Tempelanlagen verbrachten wir dann den restlichen Tag und kamen dann verfroren wieder ins Hostel, wo wir den restlichen Abend versuchten unsere Weiterreise zu buchen, wobei wir leider wegen des grottigen WLANs im Hostel scheiterten.

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